InterRail – Top oder Flop?

In sechzehn Tagen von Prag bis Mailand – und das alles auf den Schienen Europas. Wir haben viele Abteile von innen gesehen, noch mehr Städte und viel mehr Kirchen besucht und dazu noch einige neue Bekannte aus den verschiedensten Ländern gemacht. Aber haben sich Geld und Planung wirklich gelohnt? Ein Resümee!

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Züge in allen Formen und Altersklassen: Unser Fortbewegungsmittel auf der InterRail-Tour


 

Die schönsten Fotos der Reise findet ihr hier: Photography


 

Neun für uns komplett neue Städte in Europa haben wir nun gesehen – alle waren auf ihre Art besonders und ein Besuch ist nur empfehlenswert. Doch am besten haben uns wohl Venedig, Florenz und Budapest gefallen. In Budapest pulsiert das Leben! Viele junge Menschen, viele Touristen und Ungarn und eine Stadt, die scheinbar nie zur Ruhe kommt. Die warmen Sommerabende im italienischen Florenz waren wohl kaum zu toppen und Venedig . . . man muss es einfach mal erlebt haben!

G Venedig 25-26_1 (288)

Ganz besonders: Die Kanäle (und Gässchen) von Venedig

Moderne und alte Züge
Mit dem Zug ging es also durch Europa. Mit der InterRail.eu-App ließen sich alle Verbindungen gut und einfach raussuchen und zur Not auch noch kurzfristig planen. Auch die Fahrt mit den Zügen war meist problemlos – und doch haben wir so manches erlebt: Von der ersten Klasse mit Stewart im Hochgeschwindigkeitszug in Italien, bis zum altmodischen European City zwischen Budapest und Zagreb, war alles dabei. Das tolle am Zug fahren: Es ist entspannt und man sieht trotzdem etwas von der Landschaft. So konnten wir gerade in Ungarn noch miterleben, wie fast jede Straßenschranke noch von einem eigenen Schrankenwärter bedient wird, wie die Weichen manuell von Angestellten umgelegt werden und wie die Bahnhofsvorsteher die Mütze lüften, wenn wir vorbei „rauschen“ („Rauschen“ auch, weil man bei diesem Zug noch die Fenster öffnen konnte).Insgesamt haben wir uns in allen Bahnhöfen und Zügen gut und meist auch recht schnell zu Recht gefunden. Wenn das Englisch nicht mehr weiterhalf, dann oftmals unsere eigene Sprache oder die gute Zeichensprache mit Händen und Füßen. In Ungarn und Slowenien waren teilweise sogar Strecken gesperrt: Bus-Ersatz stand dann aber gut organisiert parat.
Insgesamt haben wir während unserer Reise nur 85 Minuten durch Verspätung verloren – sehr positiv!

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Mit dem European City durchs ungarische Hinterland


Jede Etappe nochmal zum Nachlesen: Die Seiten der Radio Ennepe Ruhr-Sommertour


Gut geplante Städtereise
Auch die Städte-Touren haben sich gelohnt. Von der spanischen Hofreitschule in Wien, über die Prager Burg bis hin zur kostenlosen Stadtführung in Budapest – alles einzigartige Sehenswürdigkeiten und Erlebnisse auf unserem Heimat-Kontinent. Auf unserer Reise hat uns bei den meisten Städten unser Lonely Planet „Entdecke Europa“ [für 24,90 Euro im Handel erhältlich] bereits gut informiert ankommen lassen. Den äußersten Osten umfasste der Reiseführer zwar nicht, aber da halfen dann andere Reisende oder unsere Gastgeber (viele Einheimische von denen wir übers Internet ein Zimmer gemietet hatten) gerne weiter.

A Prag 12.-15.8 (276)

Aus Gastgebern werden Freunde: Bara und Jarek aus Prag

Und nächstes Mal: Mehr Meer!
In den 16 Tagen haben wir viel erlebt: Altstädte, Kirchen und Kathedralen besichtigt. Fremdes Bier und leckeres Essen probiert. Neue Gerüche und fremde Sprachen verspürt. Ein Eindruck hat sich mehr eingeprägt als der andere, aber 16 Tage waren letztlich auch genug für Stadtbesichtigung. Gerne hätten wir noch mehr Zeit im Hinterland verbracht. Wandern in der Natur waren wir gar nicht, das Meer haben wir nur (oder immerhin) einmal genießen dürfen: In Slowenien haben wir einen kurzen Abstecher nach Koper an die Adria-Küste gemacht. In das Salzwasser ein zu tauchen war eine nette Erfrischung bei 26 Grad.

F Slowenien 23 (4)

Entspannen im Abteil!

Das Fazit:
Insgesamt war es TOP! Negative Erlebnisse gab es auf der gesamten Reise eigentlich gar nicht! Unserer Erfahrung nach ist InterRail eine tolle Möglichkeit vergleichsweise günstig viele verschiedene Länder und Orte kennen zu lernen und neue Eindrücke zu gewinnen. Einziger Haken ist wohl, dass das Zug-Ticket nicht im Heimatland gilt. Ist man aber einmal draußen (und das ist nun Mal das Motto unseres Blogs und wohl auch das einer jeden Reise) geht es so richtig los!
Eine gute Planung im Voraus ist zeitaufwendig und empfehlenswert, aber auf keinen Fall zwingend notwendig! Und wenn man in die richtige Richtung reist, dann erlebt man selbst in Europa noch fast Vergessenes: Fremde Währungen, Grenzkontrollen, heruntergekommene Nebenstraßen in der Altstadt und . . . und . . . und – wir wollen ja nicht alles verraten.

Unsere Empfehlung: Einfach buchen und es kann los gehen!

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Ein Gedanke zu „InterRail – Top oder Flop?

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