Bamberg

Bamberg – eine Stadt mit Herz und viel Bier

Bamberg liegt mit seinen 70.000 Einwohnern in Bayern, aber eigentlich doch nicht: Jeder Bamberger verweist einen sofort darauf, dass man in Franken sei. Also gut: Franken. Letztlich ist es wohl für Touristen unerheblich. Denn: Ein Besuch der Stadt im grünen Umland lohnt sich definitiv. Sei es die wunderschöne Altstadt, die kleinstädtische (aber nicht dörfliche) Atmosphäre oder das viele Bier der zahlreichen Brauereien – alles gute Gründe, um nach Franken (oder eben Bayern) zu fahren. Bekannt ist die kreisfreie Stadt aber auch für ihren großen Dom, der schon über 1000 Jahre alt ist. Auch um Bamberg herum warten nicht nur viel Grün mit kleinen Bauerndörfern, sondern auch Burgen in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt. Nicht weit entfernt ist auch die Fränkische Schweiz, die als MIttelgebirge viele Wanderwege bietet.

Der Dom zu Bamberg Taken by PRaiM PHOTO

Der Dom zu Bamberg
Taken by PRaiM PHOTO

 

Die Hauptattraktionen Bambergs:

Die Altstadt

Die Altstadt ist das Herz Bambergs. Sie ist geprägt von kleinen Gassen mit alten Häuschen und dem Wasser der Regnitz. Entlang dem Flüsschen stehen bunte Häuser mit farbenfrohen Blumen („Klein Venedig“ im Volksmund genannt). Die Studenten der Stadt verbringen ihre Zeit mit oder ohne Buch am Wasser, die Touristen schlendern über das Kopfsteinpflaster, schießen Fotos und verschwinden immer wieder in einem der vielen, kleinen Läden.

"Klein Venedig" in der Bamberger Altstadt. Taken by PRaiM PHOTO

„Klein Venedig“ in der Bamberger Altstadt.
Taken by PRaiM PHOTO

Am sehenswertesten ist neben dem großen Dom wohl das alte Rathaus. Das Gebäude wurde seit 1461 gebaut (vorher gab es bereits ein Vorgängerbau, der aber abbrannte). Das Rathaus teilte schon immer die Bamberger: Durch seine Position Mitten im Stadtfluss, der Regnitz, stand es einst zwischen kirchlichem und „weltlichem“ Stadtteil. Es wurde Streitthema zwischen Bischof und Bürgertum: Weil der geistliche Vertreter den Bürgern keinen Platz für ein Rathaus geben wollte, rammten diese die Pfeile einfach ins Wasser und bauten sich ihr Rathaus (so die Sage). Und auch heute noch teilt das Rathaus Touristen von Einheimischen (erstere machen Fotos, letztere nehmen es einfach hin) und nach wie vor das braune Wasser der Regnitz, die mit großer Strömung um das alte Gebäude herum fließt. Das Rathaus mit seinen Fresken auf den Seitenwänden und dem  Fachwerk-Stil an der Frontseite, ist ein Foto wert. Gerne auch im dunklen: Dann ist es mit Licht gut in Szene gesetzt.

 

„Geh‘ mer auf’n Keller!“

Es steckt eine lange Tradition hinter dem Sprichwort und Wochenendzeitvertreib der Bamberger: Wie schon erwähnt haben Bamberg und Umgebung eine hohe  Brauerei Dichte. Laut Einheimischen die Höchste der Welt Einst brachten die Braumeister ihre Fässer zur Kühlung in die Keller, die viele Meter tief ins Erdreich gingen. Dort hielt sich das im Winter gesammelte Eise auch den gesamten Sommer über. Ein Kühlschrank ohne Strom. Getrunken wurde das Hopfengesöff dann direkt über der Kühlanlage – „Auf dem Keller“. Noch heute kann man dort in den Biergärten das Bier der kleinen Brauerei trinken, oftmals werden auch typisch Bayrische (Fränkische, Tschuldigung!) Mahlzeiten angeboten: Schweinebraten mit Klos und Blaukraut oder einfach nur Brotzeit. Für wenig Geld bekommt man bei letzterem Hausmannswurst (Dinge, die man probieren sollte, aber sicherlich nicht mögen muss. Aber immer dran denken: Reach the horizon – Eine Erfahrung ist es wert.), verschiedene Käsesorten oder beides mit einigen Scheiben Brot. Das kühle Bier schmeckt tatsächlich auf jedem Keller anders, ist günstig (normalerweise unter 2,50 Euro für einen halben Liter) und ist nach einem warmen Tag richtig erfrischend.

 

Bei Greifenklau "Auf dem Keller" Taken by PRaiM PHOTO

Bei Greifenklau „Auf dem Keller“
Taken by PRaiM PHOTO

Canalissimo

Wasser, das sieht man in der Bamberger-Altstadt immer wieder. Einmal im Jahr leben die Bamberger nicht nur am Wasser, sondern sie treffen sich dort auch bewusst – und zwar gefühlt alle Einwohner. Seit einigen Jahren gibt es das Fest „Canalissimo“. Bands spielen Rock-Klassiker, bunte Lichter tauchen den schmalen „alten Kanal“ in eine gemütliche Atmosphäre und entlang des Ufers stehen die Menschen. Sie reden, lachen und trinken – es herrscht eine ausgelassene Stimmung. Für kühles Bier sorgen die lokalen Anbieter zu günstigen Preisen, genauso wie für etwas zu mampfen: Flammkuchen, Fisch, gebrannte Mandeln und und und. Doch was bei canalissimo schön deutlich wird, ist gleichzeitig das, was die Stadt so ansprechend macht: Bamberg mag jährlich viele Tausende von Touristen beherbergen. Dennoch kennen sich die Einheimischen, treffen sich (zufällig) in der Innenstadt und genießen die alte Stadt. Ihre alte Stadt. Das ist authentisch und macht Laune ein Teil davon zu sein – wenigstens für die wenigen Tage des Besuchs.

Canalissimo 2014 Taken by PRaiM PHOTO

Canalissimo 2014
Taken by PRaiM PHOTO

Das nächste Canalissimo findet im Sommer 2015 statt. Informationen finden Sie auf der Homepage: http://www.canalissimo.de/

 

Unterkunft Bamberg

Bamberg bietet einige teure und noble Hotels direkt in der Innenstadt. Für Leute mit kleinem Budget stehen entweder das Gefängnis (steht direkt in der Innenstadt am Fluss) zur Verfügung oder die Jugendherberge „Am Kaulberg“. Diese liegt nur wenige Gehminuten vom Dom entfernt, man schläft also innenstadtnah. Die Preise sind auf der Homepage der Herberge lesbar (http://www.jugendherberge.de/de-de/jugendherbergen/bamberg%20am%20kaulberg734/portraet). Wer mit Zelt, Wohnwagen oder Van unterwegs ist, kann auf der „Camping-Insel“ nächtigen. Für gute Preise lässt es sich dort in direkt am Ufer der Regnitz schlafen. Die Camping-Insel ist knappe sechs Auto-Kilometer (15 Minuten Fahrt) von der Innenstadt entfernt. Infos und Preise: http://www.campinginsel.de/

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